Nicht der Weg sondern das Ziel ist entscheidend

Anwälte, Richter, Mediatoren und viele mehr streiten darüber, was der (in ihren Augen oft einzig) richtige Weg zur Konfliktbeendigung (-lösung?) ist. Für die Beteiligten im Konflikt ist aber der Weg nicht das entscheidende (hier ist nicht der Weg das Ziel) sondern das Ergebnis.

Das Ergebnis sollte idealerweise die Lösung des Konflikts sein. Unter Konfliktlösung verstehe ich (und das ist wohl auch der Wunsch der Streitparteien), dass der Konflikt wirklich beendet ist und beide Parteien die Konfliktlösung, wie auch immer sie aussehen mag, wirklich akzeptieren und dass möglichst kein (Rest-) Konflikt weiter schwelt, der bei irgendeiner Gelegenheit wieder ausbrechen kann und die Beziehung der Parteien weiter untergräbt.

Wir kennen alle die unendlichen Nachbarschaftsstreitigkeiten, die von Streitobjekt zu Streitobjekt weitergehen, auch wenn zwischenzeitlich ein Anspruch entschieden wurde. Ebenso kennen Unternehmer, die auf die Pflege der Kundenbeziehungen achten, das Problem, dass selbst ein gegenüber einem Kunden gewonnener Prozess letztlich Schaden anrichtet.

Was also zeichnet eine (wirkliche) Konfliktlösung aus? Ein Konflikt kann dann als gelöst angesehen werden, wenn das Ergebnis des Lösungsvorgangs von beiden Parteien akzeptiert wird (nicht nur akzeptiert werden kann).

Das setzt einmal voraus, dass die Parteien über alle Einzelheiten des Konfliktthemas auch informiert sind. Es ist nicht zielführend, wenn eine Partei heute einen Kompromiss nur deshalb akzeptiert, weil ihr wichtige Informationen fehlen ...

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