Die Zulässigkeit von Kleinwindanlagen in reinen Wohngebieten

● Von Prof. Dr. Wolfgang Köck und Dr. Jana Bovet, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig ● Die sog. „Energiewende“ bewirkt in Deutschland einen konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien. Für den Ausbau der Windenergie wird insbesondere die Offshore-Nutzung, das Repowering von Windenergieanlagen an Land, sowie die weitere Erschließung von Flächen an Land vorangetrieben. Noch relativ wenig wahrgenommen wird indes das Potenzial von sog. Klein- und Kleinstwindanlagen. Das sind Anlagen mit einer Höhe bis max. 50 m, im Falle von Kleinstwindanlagen sogar nur bis 10 m, die in der Regel zur Eigenversorgung genutzt werden. Kleinwindanlagen stoßen bei Behörden, planenden Gemeinden und Bauherren auf Unsicherheiten in der rechtlichen Bewertung, weil die Lösungen, die in Rechtsprechung und Literatur zur planerischen Steuerung von Windenergieanlagen geschaffen worden sind, auf Kleinanlagen idR nicht passen. Auch bekannte und in der Rechtsprechung bewältigte Problemkonstellationen der Grundstücksnutzung, wie das Aufstellen von Funk-, Fahnen- und Antennenmasten oder der baurechtliche Umgang mit Windenergieanlagen in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, erscheinen nicht mehr in jeder Hinsicht brauchbar für die rechtliche Bewertung, nicht nur, weil die Störwirkungen anderer Art sind, sondern auch weil sich die gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen verändert haben, insbesondere die Eigenversorgung mittels erneuerbarer Energie an Bedeutung gewonnen hat. Am 20. Mai 2011 urteilte das VG Osnabrück, dass eine sog ...Zum vollständigen Artikel


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