Zu Ostern gilt keine Unschuldsvermutung – “Der Engel mit den Eisaugen” war´s doch, oder?

Amanda Knox nach der Entlassung aus dem Gefängnis, Foto: Scott335

Seit mehr als 4 Jahren beschäftigt der Mordfall um die US-amerikanische Studentin Amanda Knox die Öffentlichkeit und ein Ende ist trotz der spektakulären Freilassung der hübschen Frau, die von der Presse als “Engel mit den Eisaugen” tituliert wurde, nicht in Sicht. Im November 2007 war die Leiche der englischen Studentin Meredith Kercher in der italienischen Stadt Perugia mit zahlreichen Messerstichen übersät und mit durchschnittener Kehle gefunden worden. Es lagen erhebliche Anhaltspunkte für ein Sexualdelikt vor. In einem weltweit beachteten Indizienprozess war die heute 24 Jahre alte Amanda Knox erstinstanzlich wegen eines angeblich zusammen mit ihrem damaligen Freund Raffaele Sollecito begangenen Sexualmordes an ihrer Kommilitonin zu 26 Jahren Haft verurteilt worden. Gegen Sollecito wurden 25 Jahre verhängt. Im vergangenen Jahr erfolgte dann im Berufungsverfahren ein Freispruch für beide Angeklagte. Das Berufungsgericht von Perugia hatte das erstinstanzliche Verdikt in einer 143 Seiten langen Urteilsbegründung regelrecht zerpflückt und – wie spiegel-online damals berichtete – festgestellt, der Richterspruch sei “nicht untermauert von irgendeinem objektivem Beweis und es war sogar nicht einmal wahrscheinlich: Zwei junge, gute und offene Menschen sollen plötzlich entschieden haben, etwas Böses um des Bösen willen zu tun, ohne jeden anderen Grund”.

Die Familie des Tatopfers war von dem Freispruch geschockt, hieß es in den Medien, und will Amanda Knox in bester O-J-Simpson-Manier zivilrechtlich auf Millionen-Schadensersatz verklagen ...

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