Hannover 96: Wer sich auf seinen Lorbeeren ausruht, trägt sie an der falschen Stelle!

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Dieser Satz stammt von Mao Tse-tung, und er kennzeichnet die Gefahr, in die Hannover 96 nach dem Ausscheiden aus der Europa League am letzten Donnerstag und dem blamablen Spiel gegen Schalke 04 am gestrigen Ostersonntag leicht geraten kann.

Lassen wir die letzten vier Spiele der Roten mit dem nötigen Abstand noch einmal Revue passieren:

Da war zunächst das Spiel bei den mit obszönen 250 Millionen Euro Schulden belasteten Pleitegeiern von Atletico Madrid: die zusammengekaufte Truppe aus der Hauptstadt des Landes, das nur wenige Zentimeter weiter vom wirtschaftlichen Bankrott entfernt steht als Griechenland und sich trotzdem Steuerschulden von 800 Millionen Euro bei seinen modernen Gladiatoren leistet (“Brot und Spiele” oder “Tanz auf dem Vulkan” dürften wohl die passenden Redewendungen für diesen Wahnsinn sein), war über 90 Minuten überlegen, und trotzdem hätte ein bisschen Glück und ein wenig mehr Cleverness 96 einen 2:1 Sieg bescheren können – Mama Diouf wäre Mitte der 2. Halbzeit endgültig zum Helden geworden, doch ein Reflex des spanischen Torwarts verhinderte den schon sicher geglaubten zweiten Treffer der Hannoveraner.

Und in der 88. Minute ist es dann eine Fehlentscheidung von Sergio Pinto (im Nachhinein ist man immer schlauer, ich weiss), die im Grunde genommen schon das Aus der Roten besiegelte: der mit Gelb vorbelastete Mittelfeldspieler holt seinen spanischen Gegner gerade nicht von den Beinen (und vermeidet so die gelb-rote Karte), doch dadurch hat dieser die 2 Meter Platz, die er braucht, um den Ball – durchaus sehenswert und im übrigen unhaltbar – zum Siegtreffer der Steuerverweigerer ins Netz der Niedersachsen zu befördern.

Damit war die Messe im Grunde genommen gelesen ...

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