Zu Unrecht in Untersuchungshaft

Wegen schweren Raubes musste sich ein Mann verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, einem Bekannten eine Pistole an den Kopf gehalten und ihm 1250 Euro abgenommen zu haben. Der Angeklagte saß fast ein halbes Jahr in Untersuchungshaft. Im Prozess sagten damals das mutmaßliche Opfer und dessen Frau aus. Allerdings verstrickten sie sich in Widersprüche, sodass der Angeklagte freigesprochen wurde.

Nun mussten sich vor den Krefelder Landgericht die beiden Zeugen verantworten, da sie den damals Angeklagten zu Unrecht beschuldigt haben sollen. Die Staatsanwaltschaft warf den Angeklagten falsche Beschuldigung und Falschaussage vor. Allerdings konnte das Geschehen nicht mehr aufgeklärt werden, sodass das Verfahren auch mit einem Freispruch endete.

( Quelle: RP online vom 27.03.2012 )

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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