Operation “Game Over” 3.500 Sexualtäter wurden in New York aus virtuellen Welten verbannt

Virtuelle Welten und Spielekonsolen entwickeln sich immer mehr zu kriminologisch interessanten Forschungsgebieten. Die Gefahren liegen dabei in den überwiegend wenig reglementierten Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten zwischen Nutzern jedweden Alters und Geschlechts. Das gerade für Sexualtäter insbesondere Online-Spiele, die überwiegend von Kindern genutzt werden, von Interesse sind, hatte ich jüngst in einem Artikel verarbeitet (http://criminologia.de/2012/02/nutzen-sexualtater-virtuelle-welten/). Wie relevant das Phänomen des Cybergroomings also „der Anbahnung von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Minderjährigen über das Internet“ aber ist, zeigt die jüngste Aktion des Staates New York – die Operation „Game Over“ (http://www.ag.ny.gov/print/34944).

Ziel dieser Operation war es, vorbestrafte Sexualstraftäter aus allen kooperierenden Onlinegaming-Plattformen zu verbannen. Hintergrund ist ein Gesetz des Staates New York welches es den Strafverfolgungsbehörden ermöglicht u.a. alle personenbezogenen Daten – auch die Emailadressen – von vorbestraften Sexualstraftätern zu registrieren. Der zuständige Generalstaatsanwalt Schneiderman lies diese Emailaccounts den größten Betreibern von Onlinegames zukommen. Nach einem Abgleich mit den Anmeldedaten der Kunden wurden die Accounts bei Übereinstimmungen durch die Betreiber gelöscht. Am Ende konnte der Staatsanwalt die Löschung von insgesamt 3.580 Spiele-Accounts bekannt geben.

Die Kooperationspartner der Staatsanwaltschaft lesen sich dabei wie ein „who is who“ der Gamingszene. So waren an der Aktion Microsoft (Xbox), Apple (Iphone, Ipad), Blizzard Entertainment (u.a. World of Warcraft), Electronic Arts (u.a. Knights of the old Republic), Disney Interactive Media Group (u.a. Club Pinguin), Warner Brothers and Sony (Playstation 3, Free Realms) beteiligt ...

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