Wenn der Wäschetrockner brennt – 700.000 € Schaden

Textilien mit größeren Restmengen an Sesam- oder Sonnenblumenöl gehören nicht in den Wäschetrockner. Das Risiko, dass gerade hochwertige Öle dort in Brand geraten, ist freilich nicht dem Öl, sondern dem Trockner zuzurechnen, heißt es in einem aktuell veröffentlichten Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Saarbrücken vom 23.03.2012 (AZ: 8 U 570/10 – 158). Ölproduzenten müssten daher nicht ausdrücklich vor dem Feuerrisiko warnen.

Im Streitfall hatte eine ayurvedische Einrichtung im Saarland vorrangig Sesamöl für Massagen verwendet. Die dabei als Unterlage verwendeten Handtücher wurden in einer normalen Waschmaschine gewaschen und kamen danach in den Trockner. Im April 2002 kam es zu einem Brand mit einem Sachschaden von über 700.000,00 €.

Die Feuerversicherung beglich zwar den Schaden, verlangte das Geld aber vom Hersteller des bei der Massage überwiegend verwendeten Sesamöls zurück. Das nach dem Waschen nicht ganz entfernte Öl habe sich vermutlich im Wäschetrockner selbst entzündet und so das Feuer verursacht ...

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