„Mag Gott Ihnen verzeihen!“ – 25 Jahre Haft für den „Händler des Todes“

Viktor Bout, Foto: Drug Enforcement Administration

Deutschland ist eine der größten Waffenexportnationen der Welt, und dass Waffen nicht primär Frieden schaffen, sondern nicht selten bestimmungsgemäß auch tatsächlich zum Töten eingesetzt werden, ist eine Binsenweisheit. Wer Waffen liefert, nimmt die vorsätzliche Tötung von Menschen in Kauf, auch wenn es ihm in erster Linie um´s Geldverdienen geht. Das gilt für die Rüstungsindustrie genauso wie für Politiker, welche mit ihren Entscheidungen Rüstungsgeschäfte ermöglichen. Allerdings werden gegen international tätige Rüstungskonzerne oder gegen Rüstungspolitiker nur selten strafrechtliche Schritte eingeleitet.

Anders ist das im Fall des als „Händler des Todes“ bezeichneten ehemaligen Sowjetoffiziers Viktor Bout. Der wurde jetzt nämlich – wie bei sueddeutsche.de berichtet wird – von einem US-Gericht wegen Waffenhandels und „Verschwörung zur Tötung von Amerikanern“ zu einer Freiheitsstrafe von 25 Jahren verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe gefordert.

Bold war von einer Geschworenenjury bereits im vergangenen November schuldig gesprochen worden. Konkret ging es in dem Verfahren darum, dass er schon vor 4 Jahren versucht haben soll, Boden-Luft-Raketen im Wert von 20 Millionen Dollar an eine kolumbianische Guerilla-Organisation zu verkaufen, die damit US-Hubschrauber abschießen und folglich Amerikaner töten wollten. Was Bold damals nicht wusste ...

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