Urlaub für Teilzeit- und Minijobber

Die Teilzeitbeschäftigung boomt, vor allem bei den Frauen. In den westlichen Bundesländern stehen familiäre Belange wie etwa die Kinderbetreung im Vordergrund. In den östlichen Bundesländern und bei den Männern geht es eher um die Schwierigkeit, eine Vollzeitstelle zu finden. Überproportional vertreten sind Teilzeitjobs in den Dienstleistungsgewerben wie der Gebäudereinigung, den Gaststätten oder der Pflege. Hier gibt es viele Unternehmen, die fast ausschließlich Teilzeitkräfte beschäftigen, oft sogar nur mit den sogenannten “Mini-Jobs”, den 400-Euro-Arbeitsverhältnissen.

Falsche Urlaubsvorstellungen

Oft genug herrschen über solche Teilzeitarbeitsverhältnisse immer noch abenteuerliche Vorstellungen:

Der Arbeitnehmer habe keine “richtige” Anstellung, sondern sei eigentlich nur “aushilfsweise” beschäftigt. Besonderen Urlaub brauche er nicht, er habe schließlich schon genug Freizeit. Und wenn er doch einmal länger wegfahren wolle, könne er ja unbezahlten Urlaub nehmen.

Das ist natürlich grundfalsch. Auch ein Teilzeitbeschäftigter ist ein Arbeitnehmer mit allen Rechten und Pflichen, ganz gleich, wieviel er arbeitet oder verdient. Damit gilt auch für Teilzeitbeschäftigte und Minijobber ganz uneingeschränkt das Bundesurlaubsgesetz und ein gesetzlicher Mindesturlaub mit Lohnfortzahlung.

Gesetzlicher Mindesturlaub

Wie lange ist dieser bezahlte, gesetzlich garantierte Mindesturlaub?

Das hängt nur davon ab, an wieviel Tagen der Woche ein Arbeitnehmer beschäftigt ist. Das Bundesurlaubsgesetz geht in § 3 BUrlG noch von einer 6-Tage-Woche aus und schreibt dafür einen Mindesturlaub von 24 Arbeitstagen vor ...

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