Ewige Mängelgewährleistung beim Autokauf

Kaufen Sie als “Verbraucher”, also als Privatperson, bei einem Händler ein Auto, muß der Händler nach § 439 BGB alle auftretenden Mängel kostenlos beseitigen oder Ihnen sogar einen mangelfreien Ersatzwagen liefern. Voraussetzung ist nur, dass der Fahrzeugmangel bereits bei Übergabe des Autos vorhanden oder zumindest angelegt war. Tritt ein Mangel innerhalt von sechs Monaten nach der Übergabe auf, wird das nach § 476 BGB sogar vermutet. Nach Ablauf dieser sechs Monate müssen Sie allerdings die anfängliche Mangelhaftigkeit beweisen, das klappt manchmal nur mit einem Kfz-Sachverständigen.

Grundsätzlich: Klare Verjährungsfristen

Wie lange können sie den Anspruch auf kostenlose Mängelbeseitigung geltend machen? Die Antwort erscheint einfach: Nach § 438 BGB Abs. 2 Nr. 3 BGB beträgt die sogenannte Gewährleistungsfrist bei einem Kaufvertrag zwei Jahre. Der Händler darf sie nach § 475 Abs. 2 BGB bei einem Neuwagen gar nicht und bei einem Gebrauchtwagen höchstens auf ein Jahr verkürzen. Tritt ein Mangel erst nach diesen Fristen auf, kann der Verkäufer Verjährung einwenden und Sie bleiben im Grundsatz auf den Reparaturkosten sitzen. Anderes gilt nur, wenn der Händler einen Mangel arglistig verschwiegen hat.

Ausweg “Neubeginn der Verjährung”?

Aber was ist, wenn der Händler den Wagen schon einmal reparieren mußte und dann nach Ablauf der Verjährungsfrist der gleiche oder ein neuer Mangel auftritt?

Gebrauchtwagen mit einem Jahr Gewährleistung. Der Turbolader ist nach fünf Monaten defekt. Der Händler akzeptiert seine Haftung und tauscht den Lader aus. Nach acht weiteren Monaten ist der Turbolader erneut defekt. Außerdem ist kurz darauf auch die Benzinpumpe hinüber.

Da seit Übergabe des Wagens mehr als ein Jahr verstrichen ist, scheint der Händler fein heraus zu sein ...

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