Ermessensausübung beim letzten Wunsch

Der letzte Wunsch macht keinen Unterschied. Jedenfalls nicht bei der Ermessensausübung, wenn es um den Grabstein geht. Und dessen Standsicherheit. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat daher die Stadt Erkrath verpflichtet, über den Antrag der Klägerin, einen Grabstein errichten zu dürfen, neu zu entscheiden. Diese hatte für ihren verstorbenen Ehemann einen Grabstein fertigen lassen, der mit einer Breite von 80 cm und einer Tiefe von nur 6 cm die Vorschriften der örtlichen Friedhofssatzung nicht einhält. Als Vorbild diente ein Grabstein, der bereits auf einem anderen Grab des Erkrather Parkfriedhofs Höhenweg errichtet war. Die von der Klägerin beantragte Ausnahmegenehmigung wurde seitens der Stadt Erkrath verweigert. Die Stadt Erkrath sah durch die geringe Tiefe die Standsicherheit gefährdet und durch die größere Breite die Rechte der Angehörigen der danebenliegenden Gräber beeinträchtigt.

Bei dem bereits errichteten Grabstein eines anderen Grabes habe – so die Stadt Erkrath – eine Sondersituation vorgelegen, da sich dort der Verstorbene bereits zu Lebzeiten einen solchen Grabstein gewünscht habe ...

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