Hundebeißerei – und nun?

Beißereien zwischen zwei Hunden sind immer wieder Gegenstand von gerichtlichen Auseinandersetzungen. Wie sieht es mit der Haftung der Hunde aus?

Die Haftung des Hundehalters ergibt sich bekanntlich aus § 833 BGB. Dies ist eine reine Gefährdungshaftung, d.h. die Haftung tritt unabhängig davon ein, ob dem Hundehalter oder -führer ein Verschulden zur Last fällt. Dies bedeutet zunächst, dass im Regelfall der jeder Hundehalter für die Beißverletzungen (sprich Behandlungskosten) des anderen Hundes aufkommen muss. Etwas anderes gilt dann, wenn der eine der beiden Hunde angeleint ist. In diesem Fall trägt nach einem Urteil des Amtsgerichts Frankfurt (32 C 4500/94-39) des nicht angeleinten Hundes die Kosten der tierärztlichen Behandlung des anderen Hundes allein. Hierüber ließe sich sicherlich auch streiten, da gerade angeleinte Hunde oft die sog. Leinenaggression zeigen und damit die Ursache der Auseinandersetzung zwischen den Hunden setzen. Aber nun gut, das ist pure Kausalität: Wären beide angeleint, könnten sie zueinander nicht kommen.

Allergrößte Vorsicht sollte aber ein Hundehalter walten lassen, ehe er in eine handfeste Auseinandersetzung zwischen zwei Hunden eingreift. Wird der eingreifende Hundehalter hierbei verletzt, besteht zwar grundsätzlich eine Schadensersatzpflicht aus der Terhalterhaftung. Diese kann aber angesichts des Mitverschuldens des eingreifenden Tierhalters auf Null reduziert werden ...

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