Zur Wirtschaftlichkeit einer Klage

Natürlich ist es schön, wenn man nach einiger Zeit ein Stück Papier in den Händen hält, auf dem steht, dass man in der einen oder anderen Sache Recht hat. Kaufen kann man sich davon aber noch lange nichts.

Aktuell haben wir einen Fall, in dem der Schuldner auf unser Aufforderungsschreiben hin eine Teilzahlung geleistet hat. Damit war fast die Hälfte der Hauptforderung erledigt. Nach einigen Schreiben die hin und her gingen, verlor unser Mandant die Lust auf Verhandlungen und beauftragte uns, gegen unseren Rat hin, mit der Beantragung eines Mahnbescheids. Es kam wie es kommen musste. Die Gegenseite legte Widerspruch gegen den Mahnbescheid ein und wir müssten nun die restlichen Gerichtskosten einzahlen, damit die Sache an das Streitgericht abgegeben wird.

Das Problem an der Sache ist nur, dass es sich um eine Leistung handelt, deren ordnungsgemäße Ausführung von der Gegenseite bestritten wird. Ein relativ komplizierter Sachverhalt, der doch arg ins Technische geht. Kurz: Ein Sachverhalt, über den man sich hervorragend streiten kann und bei dem die Chancen für einen Sieg vor Gericht weit unter 100 % liegen.

Der Mandant will nun eigentlich unbedingt Klagen. Betrachtet man jetzt aber die Sache mal rein aus wirtschaftlicher Sicht ist er wohl deutlich besser bedient, wenn er die Sache einfach auf sich beruhen lassen würde ...

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