Rezension Zivilrecht: Arbeitsrecht in der Kirche

Richardi,Arbeitsrecht in der Kirche, 6. Auflage, C.H. Beck 2012 Vonref. iur. Dr. Bastian Kiehn Obwohl das kirchlicheArbeitsrecht in der juristischen Ausbildung – zumindest im Hinblick auf diestaatlichen Prüfungen – faktisch keine Rolle spielt, ist die praktischeBedeutung dieses Rechtsgebietes groß. Die Kirche ist nach dem öffentlichenDienst der zweitgrößte Arbeitgeber der Bundesrepublik Deutschland. Siebeschäftigt insgesamt ca. 1,3 Millionen Arbeitgeber, insbesondere im Bereichder Caritas und der Diakonie. Da das staatliche Arbeitsrecht aufgrund desverfassungsrechtlich gewährleisteten kirchlichen Selbstbestimmungsrechts (Art.140 GG i.V.m. Art. 137 Abs. 3 S. 1 WRV) nicht uneingeschränkt angewendet werdenkann, entsteht bereits durch die hohe Anzahl „Betroffener“ ein Bedürfnis nacheiner umfassenden Darstellung des kirchlichen Arbeitsrechts in derBundesrepublik Deutschland. Der Richardi,welcher nun bereits in der 6. Auflage vorliegt, kann in diesem Bereichdurchaus als Klassiker bezeichnet werden. Das Werk gliedert sich in sechsKapitel. Das erste Kapitel trägt den Titel „ArbeitsrechtlicheRegelungsautonomie zur Sicherung des kirchlichen Selbstbestimmungsrechts“.Dieses Grundlagenkapitel behandelt u.a. die staatskirchenrechtlichen Grundlagenund beschreibt die Geltungsweise des (staatlichen) Arbeitsrechts für denkirchlichen Dienst. Das zweite Kapitel behandelt die Kirchenautonomie und dasIndividualarbeitsrecht. Behandelt werden u.a. der Kündigungsschutz fürArbeitnehmer in kirchlichen Einrichtungen sowie die Besonderheiten deskirchlichen Dienstes in Bezug auf das Arbeitnehmerschutzrecht. Im drittenKapitel werden die Koalitionsfreiheit und das Koalitionsbetätigungsrecht inkirchlichen Einrichtungen erläutert ...Zum vollständigen Artikel


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