Auslegung einer Aufstiegsprämie

In einem Urteil des Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz (9 Sa 380/11) ging es um die Auslegung eines Spielervertrages, genauer um die darin enthaltene Aufstiegsprämie. Der Fall ist auch deswegen interessant weil er Einblicke in einen Spielervertrag gibt.

In dem Vertrag ging es um folgende Vereinbarung:

I. Die Vereinbarung

Im Vertrag war unter anderem folgender Absatz enthalten:

Einsatzprämie:

Die Punkteinsatzprämie beträgt in der Bundesliga 5.000 € und in der 2. Bundesliga 3.000 €. Sie wird zu 100% gezahlt bei einem Einsatz von Beginn an oder Mindestspieldauer von 45 Minuten. Bei geringerer Einsatzdauer beträgt die Punkteinsatzprämie 50%. Gehört der Spieler dem Spieltagskader an, wird aber nicht eingesetzt werden 30 % angerechnet. Bei einem Aufstieg in die Bundesliga wird eine nachträgliche Punktaufstiegsprämie in Höhe von 1.000 € / Punkt gezahlt.

Gehalt Bundesliga

Stufe 1 (Stufe 2)

Grundgehalt pro Jahr: 270.000€ (300.000 €)

Nach der Absolvierung von jeweils 23 Einsätzen in Punktspielen der Bundesliga oder 2. Liga (§ 8b findet hier keine Anwendung), erreicht er im nächsten Monat die nächste Gehaltsstufe der zu diesem Zeitpunkt gültigen Spielklasse (Einsatz = Einsatz von Beginn an oder mind. 45 min. sonst 50 % Anrechnung)

Punkteinsatzprämie: 5.000€ (5.000€)

Jahresleistungsprämie: 35.000€ (50.000€)

34 – 27 Einsätze = 100 % 26-20 Einsätze = 075 % 19-11 Einsätze = 050 % 10 – 0 Einsätze = 025 %

Gehalt 2. Bundesliga

Stufe 1 Stufe 2

Jahresleistungsprämie: 25.000€

II. Die E-Mail

Der Verein hatte vorher einen Vertragsentwurf an den Spielerberater übermittelt, der die Regelung der nachträglichen Punktaufstiegsprämie bei Aufstieg in die Bundesliga nicht vorsah. Es kam dann zu einem dem Abschluss des Vertrages in der zitierten Fassung vorangegangenen E-Mail-Schriftverkehr zwischen dem Spielerberater und dem Manager des Beklagten ...

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