Wulff macht Karriere

Nicht nur in Abiturarbeiten, in denen er – wie jüngst zu lesen – zum Thema wurde. Sondern als Buchautor gegen Millionengage. Seine Gattin ebenfalls, ist zu lesen. Die das von vornherein vorgehabt und dafür fleissig Notizen von Anfang an gemacht habe. So gesehen, bissl blöd halt, dass man jetzt nur 598 Tage als First Lady an der Seite des Mitte Februar zurückgetretenen Bundespräsidenten hat, nicht die vollen 5 Jahre, um genug Futter zwischen die Buchdeckel packen zu können. Aber wie man auch aus 598 Tagen noch das volle Honorar für das herausbekommt, was andere erst nach 5 Jahren erhalten, wissen wir ja bereits. Cherchez la femme. Kennt die Geschichte bereits, diesen Satz. Nun bekommt er eben neue Seiten dazu. Buchseiten. Ob lesenswerte, das Lesen lohnende – ist eine andere Frage. Und alles kein Aprilscherz, betont der Tagesspiegel. Also – ist es einer ? Oder doch nicht? Gegen letzteres sprach auf ersten Blick, dass klassischerweise bislang jede Zeitung ihre eigenen Aprilscherze zum 1. April jeden Jahres trieb, diese Meldung aber unisono quer durch alle Zeitschriften und deren online-Ausgaben ging. Und darin läge – wäre es eine April-Ente – die eigentliche Komik: Dass nicht nur Leserschaft, sondern alle Medien der einen Aprilscherzmeldung so leicht gefolgt und aufgesessen wären, weil …………ja, eben weil man es den beiden, Christian und Bettina Wulff ebenso zutrauen würde, wie einem Verlag, dass dies so geschehen kann und würde. Wie schon bei Guttenberg, etwa auch: Dem Skandal folgt die Vermarktung in Form von Autorenhonoraren zu Bestsellerpreisen. In diesem Fall für und an Schnäppchenjäger gleichermassen. Das Volk liess sich wie Medien im ZDF-Interview seinerseits vorführen, an der Nase herumführen durch die Art und Weise des Umgangs jenes damaligen Bundespräsidenten und seine “Informationspolitik”. Und es liesse sich nun mit dem Aprilscherz oder mit der real geplanten Buchveröffentlichung erneut vorführen ...

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