Wer sich in Gefahr begibt…..

Wer sich nachts vor einer Diskothek mit einem aggressiven Unbekannten auf eine Schlägerei einlässt, hat keinen Anspruch auf Leistungen des Opferentschädigungsgesetzes wegen der bei der Schlägerei erlittenen Verletzungen.

Das hat das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen in einem heute veröffentlichten Urteil vom 17.02.2012 entschieden. Wer eine Schlägerei beginne, so das LSG, gefährde sich leichtfertig selbst und handele grob fahrlässig. In einem solchen Fall schließe das Opferentschädigungsgesetz Entschädigungsleistungen aus.

Der 1977 geborene Kläger aus Duisburg hatte im Januar 2010 nachts vor einer Diskothek in Duisburg eine Schlägerei mit einem amerikanischen Soldaten begonnen, dem Zeugen eine Statur „wie Mike Tyson“ bescheinigt hatten. Schon zuvor war es in der Diskothek zu Rangeleien mit dem äußerst aggressiven Täter gekommen. Dieser entpuppte sich zudem als geübter Kampfsportler. Es schlug den Kläger nach Ausbruch der Schlägerei schnell bewusstlos und versetzte ihm schließlich nach einer kurzen Pause Serien von Fußtritten gegen den Kopf, um ihn zu töten ...

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