Unfallschaden: Konkret abrechnen? Fiktiv abrechnen? Oder beides?

Wer einen Unfallschaden erleidet, der kann den ihm konkret entstandenen Schaden abrechnen, indem er etwa die ihm enstandenen Reparaturkosten belegt. Er kann aber auch die fiktiven Kosten abrechnen, dies etwa durch Vorlage eines Sachverständigengutachtens oder eines Kostenvoranschlages. Bei der Abrechnung der fiktiven Kosten wird allerdings die Mehrwertsteuer nicht erstattet.

In einem hier geführten Verfahren vertrat ich die Beklagten, die den Unfallschaden bezahlen sollten. Es lag ein Totalschaden vor, den der Kläger zunächst fiktiv abgerechnet hatte: Wiederbeschaffungswert (netto) 9.500,- €, abzgl. Restwert 1.000,- €. Die Beklagten zahlten also zeitnah 8.500,- €.

Dann erwarb der Kläger ein Ersatzfahrzeug für nur 8.000,- € (brutto) und begehrte von den Beklagten nun den Ersatz der in diesem Betrag enthaltenen Mehrwertsteuer. Dabei hatte er mit den 8.500,- € bereits mehr erhalten als ihn die Ersatzbeschaffung tatsächlich gekostet hatte ...

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