Im Falle einer selektiven Ausschlagung von Eltern für drei von vier minderjährigen Kindern ist eine familiengerichtliche Genehmigung erforderlich

Schlagen Eltern eine Erbschaft aus, rücken ihre Kinder in die Stellung der Eltern ein. Die Eltern schlagen dann im Regelfall auch für ihre minderjährigen Kinder aus. Dafür ist nach § 1643 Abs. 2 Satz 2 BGB keine Genehmigung des Familiengerichts nötig. Hinter § 1643 Abs. 2 Satz 2 BGB steht die Vermutung, dass nach der Lebenserfahrung anzunehmen ist, dass für den Fall, dass die Eltern eine Erbschaft ausschlagen, der Anfall dann auch für das Kind nachteilig ist oder sonst ein guter Grund für die Ausschlagung vorliegt.

Diese Vermutung ist nach dem Beschluss des Kammergerichts Berlin vom 13.03 ...

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