Acht- oder neunjähriges Gymnasium als Entscheidung der Eltern

Die Zuweisung eines Schülers an ein sog. „G8GTS“ Gymnasium gegen den ausdrücklichen Willen der Eltern, widerspricht den Zielvorgaben des Gesetzgebers und verletzt das verfassungsrechtlich garantierte Elternrecht.

Mit dieser Begründung hat das Verwaltungsgericht Trier in dem hier vorliegenden Fall im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes dem Antrag der Eltern eines Schülers stattgegeben, die diesen aufgrund der Empfehlung der Grundschule an einem der neunjährigen Gymnasien in Trier angemeldet hatten. Dort kam es zu einem Bewerberüberhang von insgesamt 50 Schülern, sodass der Schulleiter des Gymnasiums eine Auswahlentscheidung treffen musste, in der der betreffende Schüler nicht zum Zuge gekommen und auch nicht an eines der anderen drei neunjährigen Gymnasien in Trier verteilt worden ist. Im Wesentlichen mit der Begründung, dass dem in Pallien wohnenden Schüler der Weg zum Friedrich-Spee-Gymnasium, welches als achtjähriges Gymnasium in Ganztagsform („G8GTS“) geführt wird, zumutbar sei, ist er an dieses Gymnasium verwiesen worden.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Trier widerspricht die Zuweisung eines Schülers an ein sog ...

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