AG Köln: Widerrufsrecht erlischt bei teilbarer Dienstleistungen nur partiell

Das Widerrufsrecht erlischt bei einer Dienstleistung nur soweit, wie mit der Dienstleistung begonnen wurde. Im Falle einer teilbaren Dienstleistung ist demnach auch das Widerrufsrecht teilbar (AG Köln, Urt. v. 27.02.2012 - Az.: 142 C 431/11).

Die Beklagte war ein Online-Reisebüro. Sie bot Mitgliedschaften in einem sogenannten "Reiseclub" an, für die monatliche Entgelte anfielen. Im Gegenzug wurde der gezahlte Betrag als "Reisewert" im Verhältnis 1:1 auf einem Reisewertkonto gutgeschrieben. Die darauf angesparten Werte konnten auf den Reisepreis einer über die Beklagte vermittelten Reise angerechnet werden.

Nach rund fünf Jahren, in welchen die Klägerin lediglich eine Reise über die Beklagte gebucht hatte, widerrief sie ihre Mitgliedschaft und forderte von der Beklagten Rückzahlung der angesammelten Entgelte abzüglich des für die getätigte Reise angefallenen Reisepreises. Die Beklagte lehnte die Zahlung ab. Die Klägerin habe den Vertrag nicht mehr widerrufen können.

Dies sah das Amtsgericht Köln anders ...

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