Zementieren und verbreiten Anwälte als Organe der Rechtspflege nur Unheil?

Na, das ist ja ein Kommentar, der´s in sich hat. Ich weiß nicht, wer Rolf Schälike ist, aber der Mann scheint so seine Erfahrungen mit der Anwaltszunft gemacht zu haben. Jedenfalls kommentiert er zu nachtschlafener Zeit meinen strafblog-Beitrag “Ziemlich jämmerlich, was Anwälte so verdienen …”, der sich auf einen Bericht bei Legal Tribune Online zu aktuellen Umsatzzahlen deutscher Anwaltskanzleien bezieht, wie folgt:

“Solche Rechnungen gelten und gibt es für fast alle Berufsgruppen. Weshalb nicht gleich Planwirtschaft, sondern der Umweg über eine Erhöhung der RVG-Gebühren bei einer an sich privilegierten Berufsgruppe? Niemand hindert einen Anwalt, sein Tätigkeitsfeld zu wechseln, und nicht mehr als Organ der Rechtspflege zu versuchen, Unheil zu zementieren und zu verbreiten.”

Ich denke nach: Wir Anwälte sind also eine “an sich privilegierte Berufsgruppe”. Sic! Das mag daran liegen, dass wir im Durchschnitt erst mit Ende Zwanzig anfangen, überhaupt Geld zu verdienen, und uns dann mit einer unüberschaubaren Zahl von konkurrierenden Kolleginnen und Kollegen messen müssen, die alle versuchen, irgendwie beruflich und wirtschaftlich Fuß zu fassen. Als ich mit dem Anwalten angefangen habe, gab´s in Deutschland ca. 38.000 Rechtsanwälte. Heute sind´s knapp 160.000, das klingt schon sehr privilegiert. Und ein Durchschnittseinkommen von rund 3 ...

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