BGH: Wahrnehmung des Drohmittels durch das Opfer

BGH, Beschluss vom 08.11.2011, Az.: 3 StR 316/11

Das Landgericht Düsseldorf hat die Angeklagten wegen “schweren Raubes in zwei Fällen” jeweils zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt. Gegen diese Entscheidung richten sich die Revisionen der Angeklagten.

Nach den Feststellungen des Landgerichts haben die Angeklagten zusammen mit dem gesondert Verfolgten Y. aufgrund eines gemeinsamen Tatplans nachts auf offener Straße zwei Passanten überfallen. Dabei benutzten die Angeklagten ein Teppichmesser, mit welchem die die Passantin bedrohen wollten. Die Passantin nahm das Messer allerdings nicht wahr.

„Damit ist entgegen der Ansicht des Landgerichts der Tatbestand des vollendeten besonders schweren Raubes gemäß § 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB nicht erfüllt. Eine Waffe oder – wie hier – ein anderes gefährliches Werkzeug wird nur dann im Sinne von § 250 Abs. 2 Nr ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK