Augen auf! - oder: Stolpern können wir ganz allein...

Das Landgericht Coburg hat mit Urteil vom 14. April 2011 (Az.: 21 O 321/10) entschieden, dass bei im Boden eingelassenen Schachtdeckeln stets damit gerechnet werden muss, dass sich am Rand Unebenheiten befinden könnten. Wer über eine solche Stolperfalle zu Fall kommt, ist daher grundsätzlich selbst für die Folgen einer dabei erlittenen Verletzung verantwortlich. Eine Frau und spätere Klägerin wollte die Gaststätte des Beklagten aufsuchen. Kurz vor Betreten des Lokals kam sie über den Schachtdeckel eines im Eingangsbereich eingelassenen Fettabscheiders zu Fall und stürzte. Dabei brach sie sich den linken Arm. Sie verlangte von ihm die Zahlung von Schmerzensgeld sowie den Ersatz sonstiger durch den Unfall erlittener Schäden mit dem Argument, dass der Gastwirt für den Vorfall verantwortlich war, weil der Rand des Deckels gut zwei Zentimeter aus dem Boden herausragte. Nach Ansicht des Beklagten bzw. seines Versicherers hatte die Klägerin den Sturz jedoch selbst zu verantworten. Bei genügender Aufmerksamkeit hätte sie die unebene Stelle sehen und problemlos passieren können ...Zum vollständigen Artikel


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