Aktien für Schrottanleihen

Die Pfleiderer AG ist auch in der zweiten Instanz vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main mit ihrem Freigabeantrag gescheitert. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat den Antrag der Pfleiderer Finance B.V. (Antragstellerin) auf Freigabe von Beschlüssen aus der Gläubigerversammlung vom 20.6.2011 auch in zweiter Instanz zurückgewiesen.

Die Antragstellerin ist ein niederländisches Tochterunternehmen des deutschen börsennotierten Holzverarbeitungsunternehmens Pfleiderer AG. Die Antragstellerin gab im Jahr 2007 Inhaberschuldverschreibungen (Hybrid-Anleihen) mit einem Volumen von 275 Mio. € heraus, für die die Konzernmutter Pfleiderer AG eine Rückzahlungsgarantie übernahm. In einer Versammlung der Anleihegläubiger am 20.6.2011 (Gläubigerversammlung) wurde u.a. mehrheitlich ein Umtausch der Anleihen in Erwerbsrechte auf Aktien der Pfleiderer AG beschlossen. Die Anleihen hatten zu diesem Zeitpunkt einen Kurs von weniger als 10 % ihres Nominalwertes, weil die Konzernmutter als Garantin in eine finanzielle Schieflage geraten war.

Eine Gruppe von Anleihegläubigern klagt auf Feststellung der Nichtigkeit der auf der Gläubigerversammlung gefassten Beschlüsse. Dieses sog ...

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