Twibel - England wundert sich, Deutschland ist schon weiter

Die englischsprachige Welt wundert sich über das Urteil eines britischen Gerichts, das einem neuseeländischen Cricket-Spieler, Chris Cairns, 90.000 £ zusprach, weil er vom früheren indischen Vorsitzenden der IPL (Indian Premiere League), Lalit Modi, auf dem amerikanischen Zwitscherdienst Twitter beleidigt wurde. (Daher auch das neue Wort "Twibel" - zusammengezogen aus "Twitter" und dem englischen "libel", was soviel bedeutet wie beleidigen, verleumden, verunglimpfen.) Wie, fragen sich einige, kann das britische Gericht hier überhaupt zuständig sein. Es kann. Und so ähnlich hat das auch der Bundesgerichtshof schon einmal entschieden, als es die Zuständigkeit der deutschen Gerichte für Klage gegen Internetveröffentlichung der New York Times festlegte (Urteil des BGH vom 02.03.2010, Aktenzeichen: VI ZR 23/09). Hier hatte also ein deutsches Gericht über einen immerhin in Deutschland wohnhaften Kläger wohl ausländischer Herkunft geurteilt, der durch einen Artikel in der Online-Ausgabe der amerikanischen Zeitung beleidigt worden war ...Zum vollständigen Artikel


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