EU-Kommission büsst Schweizer Speditionsunternehmen wegen Beteiligung an Preiskartellen

Die EU-Kommission hat gegen 14 international tätige Speditionsunternehmen wegen der Beteiligung an Preiskartellen Bussen von insgesamt EUR 169 Mio. verhängt. Die Unternehmen hatten sich zwischen 2002 und 2007 in vier verschiedenen Kartellen über Preise und Konditionen für internationale Luftfrachtdienste abgesprochen. Inhaltlich bezogen sich die Kartellabsprachen auf Aufschläge und Rechnungsstellungsmechanismen für besonders wichtige Verbindungen, insbesondere Europa-USA und China/Hongkong-Europa. Der Pressemitteilung der Kommission zufolge sind sich die beteiligten Unternehmen der Illegalität ihrer Absprachen voll bewusst gewesen. Insbesondere hätten die beteiligten Unternehmen versucht, die Absprachen zu verschleiern. Eines der vier Kartelle sei etwa unter dem Deckmantel des sogenannten "Gardening Club" organisiert worden, in den Gesprächen über die Preisfixierung habe man Gemüsesorten wie "Asparagus" oder "Baby Courgettes" als Codenamen für Kundenkategorien verwendet. Nach einem Bericht der NZZ sollen diese Gespräche in Pubs geführt worden sein, wobei die beteiligten Personen Spitznamen getragen hätten (Printausgabe vom 29. März 2012, S. 23). In einem anderen Kartell sei ein Email-Account bei Yahoo eingerichtet worden, um den unauffälligen Austausch zwischen den Unternehmen zu erleichtern. Ein weiteres Kartell sei in sogenannten "Breakfast Meetings" in Hongkong organisiert worden ...Zum vollständigen Artikel

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