Das Tatort-Drehbuch im P2P-Netz

Vor allem auf Twitter wird gerade der offene Brief von 51 Drehbuchautoren (genauer gesagt, Tatort-Autoren) sehr hitzig debattiert bzw. zerpflückt. Einen Beitrag, der sich sachlich mit dem Urheberrecht auseinandersetzt, kann ich dazu ganz besondern empfehlen: Müssen wir uns vom Konzept des geistigen Eigentums verabschieden? von RA Stadler auf Internet-Law. Eigentlich ist die ganze Kategorie dort zum Urheberrecht sehr lesenswert. Die Autoren (in doppelter Hinsicht) sprechen in ihrem Brief davon, dass sich die Gegner des Urheberrechts in seiner jetzigen Form, auszugsweise nach ihrer Ansicht wohl vertreten von den Parteien Bündnis'90/Die Grünen und Piratenpartei, sowie der immer wieder gern zitierten und ominösen Netzgemeinde von einigen „Lebenslügen“ zu verabschieden hätten. Diese Lügen ließen sich aus Art. 27 der „Menschenrechte“ ableiten. Welche Menschenrechte hier gemeint sind, lässt sich nicht sagen. Weder die EMRK noch die ICCPR sind wohl gemeint, denn keine davon enthält in ihrem Art. 27 etwas zu Urhebern oder freien Zugang zu Kunst und Kultur. Auch in sonst keinem Schriftstück, dass auf irgendeiner staatlichen Ebene Grund- und Menschenrechte postuliert, konnte ich diesen Artikel finden, werde mich aber über jeden Kommentar mit einem Link o.ä. freuen. Die beiden Lebenslügen erschöpfen sich dann auch in der Forderung, doch einmal die Auffassungen der Gegner zu beweisen (ein Argumentationsweise, die mich unwillkürlich an amerikanische Kreationisten erinnerte, die oft fordern, man solle doch einfach Gott widerlegen und dann würden auch jene Kreationisten Atheisten werden) und in dem Vorwurf der Kostenloskultur im Netz. Das geistige Eigentum als solches wird sodann zu einem Grundrecht hochstilisiert. Dass schon das Sacheigentumsrecht gem. Art ...Zum vollständigen Artikel

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