Senat: Hamburgische Verordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen

Der Hamburger Senat hat gestern die Hamburgische Verordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen beschlossen. Durch die Verordnung werden Maßnahmen zur Verhütung, Erkennung, Erfassung und Bekämpfung von nosokomialen Infektionen, d.h. Infektionen, die in Zusammenhang mit medizinischen Behandlungen erworben wurden, und Krankheitserregern mit Resistenzen geregelt. Die Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt, die in den nächsten Tagen erfolgen wird, in Kraft.

Da immer wieder Krankenhäuser oder Arztpraxen aufgrund von Hygienemängeln in den Fokus geraten und auch Erkrankungsfälle zunehmen, in denen man es mit Keimen zu tun habe, die gegen Antibiotika resistent sind, müsse man diesen Entwicklungen entschlossen entgegen steuern, liess Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks zu diesem Anlass verlauten. Mit der vorgelegten Verordnung würden – erklärte sie ausserdem – klare Regeln für die Hygiene in medizinischen Einrichtungen, insbesondere mit den Vorgaben zur Beschäftigung von speziell ausgebildetem Personal gesetzt.

Um in medizinischen Einrichtungen wirksam auf Hygiene achten zu können, ist entsprechend ausgebildetes Fachpersonal mit klaren Kompetenzen notwendig.

Deshalb sind in den Häusern Hygienekommissionen einzurichten und Hygienefachkräfte, Krankenhaushygienikerinnen und -hygieniker sowie hygienebeauftragte Ärztinnen und Ärzte zu bestellen.

Notwendige fachliche Qualifikationen sowie Kompetenzen sind in der Verordnung ebenfalls festgelegt. Krankenhaushygieniker müssen beispielsweise anerkannte Fachärztinnen oder -ärzte für Hygiene und Umweltmedizin oder Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie sein oder als approbierte Humanmedizinerinnen oder -mediziner erfolgreich entsprechend anerkannte Fortbildungen durchlaufen haben. Der Bundesgesetzgeber räumt für die Ausstattung mit Hygienefachpersonal eine Übergangsfrist bis längstens 2016 ein ...

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