Plagiate bei Ebay: BGH zum Schutz des Käufers bei Internetauktionen

Hoffnung bietet der BGH mit einem aktuellen Urteil (VIII ZR 244/10) allen enttäuschten Schnäppchenjägern, die wie der Kläger im vorliegenden Fall statt eines luxuriösen Vertu-Handys eine Fernostkopie erhalten hat.

Der Beklagte bot bei eBay ein „Vertu Weiss Gold” ohne Festlegung eines Mindestpreises zu einem Startpreis von 1 Euro an und fügte dem Angebot das Bild des Angebots bei. „Hallo an alle Liebhaber von Vertu“, schrieb er schließlich dazu und fuhr fort, „Ihr bietet auf ein fast neues Handy (wurde nur zum ausprobieren ausgepackt). Weist aber ein paar leichte Gebrauchsspuren auf (erwähne ich ehrlichkeit halber). Hatte 2 ersteigert und mich für das gelb goldene entschieden. Gebrauchsanweisung (englisch) lege ich von dem gelb goldene bei, das andere habe ich auch nicht bekommen. Dazu bekommt ihr ein Etui, Kopfhörer und Ersatzakku. Privatverkauf, daher keine Rücknahme. Viel Spaß beim Bieten.”

Der Kläger erhielt am Ende für 782 Euro den Zuschlag und dürfte recht verwundert gewesen sein, als das Gerät sich dann als Mogelpackung erwies, verweigerte jedenfalls die Annahme und verklagte den Verkäufer auf Schadensersatz in Höhe von 23.218 Euro, nämlich den Ladenpreis abzüglich des Kaufpreises von 782 Euro. In den Vorinstanzen blieb der Kläger aber erfolglos ...

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