LG Detmold: Vertragsschluss bei einem Online-Shop

Durch Urteil vom 07. März 2012 hat die Berufungskammer des Landgerichts Detmold die Klage eines Lagensers gegen eine Fahrradhändlerin aus Hiddenhausen auf Übereignung eines Herrenfahrrades der Marke Kalkhoff-Pro Conne, hilfsweise auf Zahlung von Schadensersatz, endgültig abgewiesen.

Die beklagte Fahrradhändlerin unterhält auch einen Online-Shop. Im Oktober 2010 inserierte sie auf ihrer Online-Plattform das o.g. Herrenrad zu einem Kaufpreis von 280,00 € inklusive Versandkosten.

Bei dem Fahrrad handelte es sich um ein hochwertig ausgestattetes Elektrorad, welches üblicherweise mindestens zu einem Verkaufspreis um die 2.500,00 € gehandelt wird. Am 23. Oktober 2010 gab der Kläger eine Bestellung ab, nachdem er zuvor die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Beklagten akzeptiert hatte.

Dort heißt es unter anderem, dass der Kunde automatisch eine elektronische Empfangsbestätigung erhalte, die lediglich den Eingang der Bestellung dokumentiere, jedoch keine Annahme des Antrages darstelle. Noch am gleichen Tag erhielt der Kläger eine Email, in der sich die Beklagte für die Bestellung bedankte und welche alle für die Vertragsabwicklung erforderlichen Daten enthielt.

Mit Email vom 29. Oktober 2010 teilte die Beklagte dem Kläger dann mit, dass sie das Fahrrad nicht zu diesem Preis liefern könne, da es sich dabei um einen Tippfehler gehandelt habe ...

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