Verkalkuliert

Da sitze ich in einer Drogengeschichte und rechne mit einer Strafe für den Mandanten von etwa zwei bis drei Jahren. Amphetamin in deutlich nichtgeringer Menge. Ihm habe ich in den Vorgesprächen auch in etwa dieses Strafmaß angekündigt. Ein gutes Ergebnis für uns wäre es, wenn wir ungefähr bei zwei Jahren rauskommen würden, dann könnte er nämlich eine sechsmonatige Therapie abreißen und der Rest würde zur Bewährung ausgesetzt werden.

Also lasse ich mich für den Mandanten absprachegemäß geständig ein und verweise auf alles, was für ihn spricht. Auch absprachegemäß sagt der Mandant dann noch ein paar Takte, ich frage noch ergänzend weitere positive Dinge des Lebenswegs aus ihm heraus und das Gericht bittet um die Plädoyers.

Der Staatsanwalt wiederholt meine Argumente, verweist noch auf die großen Mengen von den beschlagnahmten Drogen sowie die vielen Vorstrafen und beantragt zu meiner Überraschung eine Strafe von nur einem Jahr und drei Monaten. Zur Bewährung ...

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