Vergiften, enthaupten, erhängen, erschießen – Wenn im Namen des Volkes getötet wird

Todesstrafen-Weltkarte, Quelle: wikimedia commons

Knapp 2000 Todesurteile wurden im Jahr 2011 laut amnesty international weltweit offiziell verhängt, die Dunkelziffer liegt weit höher. 676 Hinrichtungen sind dokumentiert, das sind 149 mehr als im Jahr davor. Die Zahl der Länder, die Todesurteile vollstrecken lässt, ist zwar von 23 auf 20 gesunken, die Tötungsfrequenz ist dafür deutlich angestiegen. Morden im Namen des Volkes oder des Gesetzes ist vor allem in China en vogue, dort gibt es keine veröffentlichten Statistiken, die Zahl der Hinrichtungen ist Staatsgeheimnis. Schätzungen sprechen von bis zu 4.000 vollstreckten Todesurteilen im Reich der Mitte, nichts Genaues weiß man nicht. Auf Platz 2 dürfte der Iran liegen, 360 Fälle sind dort dokumentiert, Schätzungen gehen von einer doppelt so hohen Zahl aus. Neben Kriminaldelikten werden hier – wie auch in Saudi Arabien und anderen arabischen Ländern – auch Tatbestände wie Ehebruch, Homosexualität oder Verunglimpfung des islamischen Glaubens mit dem Tode bestraft. In der grauenhaften Statistik folgen auf den nächsten Plätzen Saudi-Arabien (mindestens 82), Irak (mindestens 68), die USA (43), der Jemen (mindestens 41) und Nordkorea (mindestens 30) ...

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