Strike! Gottes Hand und ein Rohrkrepierer

Lauter Airlines hatten die böse Gewerkschaft der Fluglotsen auf Schadensersatz verklagt. Wir hatten über ein paar Rahmendaten ja informiert. Die gelten aber nur, wenn es um Klagen des bestreikten Arbeitgebers geht.

Das Besondere an der Frankfurter Klage ist, dass sie von sog. „Dritten“ kommt (im Juristischen kann der Dritte aber auch mal der Zweite sein, das ist ein anderes Feld…). Das sind hier Unternehmen – von Lufthansa bis Air Berlin – die gar nicht selbst bestreikt werden, weil sie an der Tarifauseinandersetzung nicht beteiligt sind (beteiligt sind natürlich nur die Arbeitgeber der Streikenden). Die Kläger waren nur mittelbar betroffen: Sie konnten nicht abheben, weil halt das Vorfeldpersonal streikte.

Dafür liegt die Hürde nicht nur noch höher, das Arbeitsgericht Frankfurt macht Schadensersatzforderungen unerreichbar. Ein Schadensersatz an Dritte wegen eines sog. Eingriffs in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb stelle sich praktisch als Verletzung des Streik(grund-)rechts dar. Das verbietet sich von selbst.

Si tacuisses ...

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