Rezension Öffentliches Recht: Verfassungsrecht

Heimann / Kirchhof / Waldhoff, Verfassungsrecht undVerfassungsprozessrecht, 2. Auflage, C.H. Beck 2010 Von ref. iur. MarcusHeinemann, Dipl.-Verw. (FH), Hamburg Im Sommer 2010 ist die zweite Auflage desBeck’schen Examinatoriums zum Verfassungs- und Verfassungsprozessrechtserschienen. Die Reihe darf sich unter Examenskandidaten bereits einer hohenBeliebtheit erfreuen. Doch auch fortgeschrittene Studenten können von denüberaus anschaulichen und zugleich anspruchsvollen wie detailliertenAusführungen der Autoren profitieren. Dabei sollte dem Leser bewusst sein, dassdas Werk nicht für ein „schnelles Überfliegen“ des Rechtsgebiets, sondernvielmehr für eine eingehende Wissensverfestigung für Studierende mit Anspruchauf fundierte Kenntnisse konzipiert ist. In die Neuauflage wurden drei neue Fälle anhandder aktuellen Rechtsprechung des BVerfG eingearbeitet. Hervorzuheben sind z. B.die Entscheidung zum Grundrecht auf Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischerSysteme (E 120, 274 ff. = Fall 19, S. 255 ff.) und zum Vertrag von Lissabon (E123, 267 ff. = Fall 20, S. 277 ff.). Inhaltlich besticht das Werk neben derAktualität aber auch weiterhin durch seine Liebe zur Vollständigkeit. So wird beispielsweiseim Rahmen der Erörterung des Kunstbegriffes (Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG) nicht nurder materiale Begriff des BVerfG eingearbeitet, vielmehr werden auch dieweiteren Begrifflichkeiten (offener, formaler und kraft Drittbetrachtung), diesich teilweise nicht einmal in gängigen Lehrbüchern wiederfinden, differenziertvorgestellt (S. 217 f.). Ein weiterer Vorteil des Werkes sind die Vertiefungs-,Verständnis- und Aufbauhinweise. Diese sind im Fließtext alszwischengeschaltete Kästen eingearbeitet ...Zum vollständigen Artikel

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