Potentialanalyse von Gesundheitsdaten - Novartis kopiert Patientendaten

Der SPIEGEL berichtet in seiner aktuellen Ausgabe (13/2012) darüber, dass Vertreter des Pharmakonzerns Novartis sich über Ärzte Zugang zu Patientendaten verschafft haben.

Nach Darstellung des Magazins, haben die Vertreter den Medizinern eine Potentialanalyse der Abrechnungsdaten angeboten. Zu diesem Zweck wurden die personalisierten Abrechnungsdaten, die für Krankenkassen bestimmt sind, auf ein Speichermedium der Vertreter übertragen und dann zur Analyse an einen Dienstleister verschickt. Sollte sich der Vorwurf bestätigen, handelt es sich dabei um einen krassen Verstoß gegen datenschutzrechtliche Regelungen.

Die beteiligten Mediziner verstoßen gegen die ärztliche Schweigepflicht, die in den Musterberufsordnungen der Ärzte normiert ist und deren Bruch strafrechtlich verfolgt werden kann, wenn sie sensible Patientendaten - ohne Kenntnis und Einwilligung der Betroffenen - Dritten verfügbar machen. Ein entsprechendes Verhalten ist durch das Strafgesetzbuch mit Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr bedroht, § 203 Abs. 1 StGB.

Auch Novartis bricht geltendes Rechts, wenn es sich Kenntnis von den Abrechnungsdaten verschafft ...

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