Emotional engagiert

In Strafsachen kennt man es ja, dass sich die Prozessbeteiligten emotional engagieren. Da ist der Staatsanwalt schon mal mürrisch, wenn ein Zeuge nicht wie erwartet aussagt und der Verteidiger beleidigt, weil das Gericht seinen fein gesponnenen Beweisantrag nicht mal halb so gut findet wie er selbst und der Angeklagte befindet sich ohnehin in einem Ausnahmezustand. Anders verhält es sich üblicherweise in Zivilsachen. Da werden erstmal Schriftsätze gewechselt, dann folgt irgendwann ein Gütetermin, zu dem die Parteien zwar häufig persönlich geladen werden, aber nur in seltenen Fällen durch mehr als Anwesenheit glänzen und schließlich wird verhandelt, in dem man auf die Anträge Bezug nimmt, die man schon weiland in seinen Schriftsätzen gestellt hat. Alles in Allem also wenig aufregend. Es gibt allerdings auch Ausnahmen wie ich unlängst in einer Familiensache erlebt habe. Die Gegenseite hatte sich schriftsätzlich schwer verausgabt und ich habe erst im Termin eine einseitige Stellungnahme zu deren Ergüssen überreicht. Drin stand nichts wirklich Streitentscheidendes. Trotzdem reagierte die Kollegin, die die Gegenseite vertrat, stark emotional engagiert ...Zum vollständigen Artikel

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