Außerordentliche Einkünfte: Erfolgshonorar für mehrjährige Tätigkeit in einem Verfahren

Sind Einnahmen eines Rechtsanwalts, die ihm als Erfolgshonorar erst nach Abschluss eines 12 Jahre andauernden Restitutionsverfahrens zufließen und ein Vielfaches seiner üblichen Jahreseinnahmen betragen, als Vergütung für eine Sondertätigkeit und damit als außerordentliche Einkünfte i.S. des § 34 Abs. 1 zu qualifizieren? (FG Sachsen 22.6.11, 2 K 1510/05, Rev. BFH VIII R 1/12). Finanzamt und Kläger stritten um die Frage, wie ein Anwaltshonorar für eine mehrjährige Tätigkeit zu versteuern sei. Der Kläger, ein selbstständiger Rechtsanwalt, übernahm 1990 ein Mandat, mit dem er beauftragt wurde, vermögensrechtliche Entschädigungen wegen rechtsstaatswidriger Enteignungen in der NS-Zeit geltend zu machen. Mit dem Mandanten vereinbarte er ein Erfolgshonorar, das sich an dem Wert des entschädigten Vermögens orientieren sollte. Die Bemühungen des Klägers waren erfolgreich. 2002 wurde den Erben in den USA ein Erstattungsbetrag ausgezahlt. Das dem Kläger zugeflossene Erfolgshonorar betrug über 560.000 EUR ...Zum vollständigen Artikel

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