Wann darf ein Epilektiker Auto fahren? – Morgen beginnt der Prozess gegen den Todesfahrer von Eppendorf

Dietmar Mues als Hauptmann von Köpenick im Jahr 2007, Foto: Woody Mues

Fast genau ein Jahr – es war der 12. März 2011 – ist es her, als ein damals 38-jähriger an Epilepsie leidender Mann im Hamburger Stadtteil Eppendorf einen fatalen Verkehrsunfall mit prominenten Opfern verursachte. Der Schauspieler Dietmar Mues, seine Ehefrau Sibylle, der Sozialwissenschaftler und Sexualforscher Günter Amendt und die Bildhauerin Angela Kurrer kamen ums Leben, als der Pkw des Unfallfahrers sich nach einer Kollision mit einem anderen Fahrzeug überschlug und in eine Menschengruppe schleuderte, 3 weitere Personen wurden verletzt. Der Unfall löste über die Hamburger Grenzen hinweg Entsetzen aus, monatelang war die Unfallstelle in Erinnerung an die Opfer in ein Blumenmeer getaucht. Dietmar Mues war einer breiten Öffentlichkeit als Bühnen- und Fernsehschauspieler bekannt, Günther Amendt hatte als Autor etlicher Sachbücher, darunter “Sexfront” und ”No Drugs – No Future”, sowie als Mitarbeiter der Satire-Zeitschrift ”Konkret” schon seit Ende der 60er Jahre Furore gemacht.

Im St.-Pauli-Theater haben Freunde und Bekannte von Dietmar Mues einige Wochen später im Rahmen einer Gedenkveranstaltung noch einmal Abschied genommen. Ich hatte das Glück (falls dieser Begriff trotz aller Betroffenheit passt), an dieser von anderen Schauspielern, Film- und Theaterleuten wunderbar emotional inszenierten Verabschiedung teilnehmen zu dürfen.

Ab Montag wird gegen den Unglücksfahrer vor dem Hamburger Landgericht verhandelt. Die Staatsanwaltschaft wirft Alexander S. laut derwesten.de fahrlässige Tötung in vier Fällen, fahrlässige Körperverletzung in drei Fällen sowie vorsätzliche Straßenverkehrsgefährdung vor. Der Anklage zufolge soll S. kurz vor der Unfallkreuzung einen Krampfanfall bekommen und die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren haben ...

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