Jura-Apps für Nichtjuristen: Ein Blick in die Zukunft (Teil 1)

Ein vor einigen Tagen erschienener Beitrag im Blog Recht & Mediation über virtuelle Kanzleien und “Unbundled Legal Services” hat mich zum Nachdenken über die Auswirkungen der dort geschilderten Trends auf juristische Software gebracht: Wie wird sich der Markt für Jura-Apps entwickeln? Wird es überhaupt einen Markt für Jura-Apps geben?

Trends bei IT und juristischen Dienstleistungen

Aber mal der Reihe nach: Der Begriff der “Unbundled Legal Services” meint, dass Dienstleistungen, die in einem konkreten Rechtsfall von Juristen erbracht werden, nicht mehr die Gesamtheit aller juristischen Arbeitsschritte abdecken, sondern nur noch einen Ausschnitt davon.

So ist es in den USA etwa möglich, dass ein Rechtsanwalt zwar Schriftsätze für ein Gerichtsverfahren verfasst, aber den Mandanten nicht vor Gericht vertritt. Ebenso ist es möglich, dass Mandanten Verträge selbst entwerfen, etwa mit Hilfe von Online-Tools wie Rocket Lawyer oder Legal Zoom, die von einem Rechtsanwalt nur noch auf Fehler überprüft werden.

Für Mandanten kann Unbundling nicht zuletzt deshalb vorteilhaft sein, weil es Kosten spart: Die Arbeit der Rechtsanwaltschaft wird auf komplexe Aufgaben beschränkt, während einfache Aufgaben anderweitig günstiger erledigt werden, nämlich durch den Mandanten selbst, durch nicht-anwaltliche Dienstleister und eben auch mit Hilfe von IT-Tools.

Ich bin davon überzeugt, dass dieser Trend sich verstärken und früher oder später auch in Deutschland einfallen wird. Unbundling ist Teil eines grundlegenden Wandels der juristischen Berufe, der aus meiner Sicht maßgeblich mit dem Siegeszug von Informations- und Kommunikationstechnologien im Alltag zu tun hat ...

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