Unfall bei Wanderung einer Vereinsgruppe – innerer Zusammenhang mit Ehrenamt?

Ehrenamt und Versicherung – ein anhaltend aktuelles Thema. Das BSG hat solch einen Fall zur Entscheidung vorliegen. Die Beteiligten streiten über die Feststellung eines Arbeitsunfalls.

Die Klägerin und ihr Ehemann betreiben eine Versicherungsagentur.

Sie ist zudem als Geschäftsführerin Mitglied des Vorstands des Sport- und Kulturvereins Versicherungen G. eV. Der Verein betreibt verschiedene Sportabteilungen wie Fußball, Wandern, Kultur, Spielgemeinschaft, Tischtennis, Nordic-Walking und Schützen.

Die Wandergruppe des Vereins bietet mindestens zweimal jährlich Wanderwochenenden an. Diese werden seit langer Zeit mit Einverständnis des Vorstandes und des Abteilungsleiters Wandern von der Klägerin vorbereitet und geleitet. Die Klägerin organisierte für das Wochenende vom 26.6. bis 28.6.2009 eine Wochenendwanderung in Le Hohwald im Elsass. Daran nahmen außer der Klägerin und ihrem Ehemann weitere fünf Personen teil, unter ihnen der Abteilungsleiter der Wanderabteilung.

Am Anreisetag stürzte die Klägerin im Verlauf der ersten Rundwanderung und zog sich einen komplizierten Splitterbruch im linken Handgelenk zu.

Die Beklagte – Verwaltungs-Berufsgenossenschaft – lehnte einen “Anspruch auf Entschädigung des Ereignisses als Arbeitsunfall” ab, da kein Arbeitsunfall vorliege, weil die Klägerin beim unfallbringenden Wandern keine versicherte Tätigkeit verrichtet habe. Bei Ehrenämtern seien nur die Tätigkeiten versichert, die in einem inneren Zusammenhang mit dem Ehrenamt stünden.

Hierzu gehörten bei Geschäftsführern

die Planung und Durchführung von Vorstandssitzungen, die Erledigung des Schriftverkehrs oder die Planung und Organisation von öffentlichen Veranstaltungen ...Zum vollständigen Artikel


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