Auftragskiller bittet Menschenrechtsorganisation um Hilfe

Wo der Mann Recht hat, da hat er Recht. Ein türkischer Auftragskiller fühlt sich nach einem Bericht bei sueddeutsche.de von seinen Auftraggebern bedroht, weil die nicht akzeptieren wollen, dass er nach einem fehlgeschlagenen Versuch nicht noch einmal auf das Anschlagsopfer schießen will. Und deshalb hat der gescheiterte Killer sich an eine Menschenrechtsorganisation gewandt, die ihm gefälligst helfen soll.

Das Ganze hat sich im südtürkischen Adana abgespielt. Der Hilfesuchende, von dem nur die Initialien Ö.A. bekannt sind, habe sich in ungelenker Schrift an den Menschenrechtsverein IHD gewandt und vorgetragen, sein Boss hätte ihm vor einiger Zeit umgerechnet 240.000 € versprochen, wenn er einen Geschäftsmann namens Botanci erschieße. Und weil Geld nicht stinkt, will Ö.A. das Angebot angenommen haben. Mehrfach habe er sich mit dem Boss, dessen Sohn und zwei höheren Polizeibeamten aus Adana - der eine Vizedirektor der Polizeischule , der andere Vizepolizeichef - getroffen und die Tat geplant. Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, das Opfer zu stellen, klappte es dann beinahe. Der Polizeischulvizedirektor habe das Auto von Botanci gestoppt und er habe dann auf dessen Signal hin auf den Kopf des Mannes gezielt und abgedrückt. Allerdings war der Mann nicht tot, weil ihn nur ein Streifschuss erwischt hatte. Auf Rat seiner Komplizen stellte sich Ö.A. den Justizbehörden und saß danach 8 Monate im Gefängnis. Nachdem er entlassen wurde, verlangte sein Boss, er solle noch einmal auf Botanci schießen und die Tat vollenden ...

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  • Türkei – Auftragskiller fleht um Hilfe

    sueddeutsche.de - 32 Leser - Ein Mann lässt sich in der Türkei für den Mord an einem Geschäftsmann anheuern, doch der Tötungsversuch misslingt. Als er sich weigert, ein weiteres Mal zuzuschlagen, wird er selbst von seinen Auftraggebern bedroht. Nun sucht der Auftragskiller Schutz - bei einem Menschenrechtsverein.

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