Der empörte Strafsenat

Das ging nach hinten los. Der Bundesgerichtshof (BGH) ist offensichtlich empört, dass ein Angeklagter es gewagt hat, gegen ein Urteil des Landgerichts Passau Revision einzulegen. Das Landgericht Passau hatte den Jugendlichen wegen schädlicher Neigungen zur einer Jugendstrafe verurteilt, welche es zur Bewährung aussetzte. Der erste Senat lässt es sich nehmen, in einem obiter dictum mitzuteilen, dass die Strafe viel zu gering gewesen sei, aufgrund des Verschlechterungsverbots eine nicht mehr bewährungsfähige Strafe jedoch (leider) nicht in Betracht komme (BGH, Beschluss vom 28. 6. 2011 - 1 StR 291/11 (LG Passau)).

„Nach den Feststellungen schlug der Angeklagte J unvermittelt und ohne Anlass mit einer Glasflasche auf den Geschädigten ein, brachte den schwer Benommenen sodann auf dem Straßenasphalt zum Liegen, schlug auf ihn ein, versetzte ihm einen Kopfstoß und versuchte, ihm mit den Fingern in die Augen zu stechen. Unterstützt durch den Angeklagten R, der ebenfalls auf den am Boden Liegenden einschlug, beraubte der Angeklagte J dann den Geschädigten und übergab die an sich genommenen Gegenstände an R ...

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