Verbraucherschützer gegen Apple: Garantiebedingungen irreführend?

Wie auf futurezone zu lesen ist, wurde Apple von elf europäischen Verbraucherschutzorganisationen abgemahnt.

Die von Apple beworbene Garantie AppleCare Protection Plan könne Verbraucher in die Irre führen, so der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) in einer aktuellen Erklärung. Apple werbe „im Internet für eine gebührenpflichtige Herstellergarantie, ohne deutlich auf ohnehin bestehende Gewährleistungsrechte hinzuweisen“, heißt es dort.

Um was geht es? Apple-Produkte können mit einer zwei- oder dreijährigen Herstellergarantie versehen werden, dem AppleCare Protection Plan. Diese Garantie kostet je nach Gerät unterschiedlich, für ein iPad beträgt sie zB 79,- Euro, für einen iMac fallen 179,- Euro an.

Die Verbraucherzentrale moniert nun, dass Apple in der Werbung für die Garantie auf seiner Website nicht hinreichend über die gesetzlichen Gewährleistungsansprüche informiere und sich daher wettbewerbswidrig verhalte. Aber tut Apple das wirklich?

Seitdem nämlich Art.6 Abs.2 1.Spiegelstrich der Verbraucherschutzrichtlinie durch § 477 Abs.1 Nr.1 BGB in deutsches Recht übersetzt wurde, und das ist auch schon eine ganze Weile her, muss eine „Garantieerklärung (…) einfach und verständlich abgefasst sein“ und „den Hinweis auf die gesetzlichen Rechte des Verbrauchers sowie darauf, dass sie durch die Garantie nicht eingeschränkt werden“ enthalten.

Die Verbraucherzentrale nimmt nun an folgender Werbeformulierung auf der Apple-Website Anstoß: „Alle Hardwareprodukte werden mit einer einjährigen Hardwaregarantie ab Kaufdatum geliefert. Durch den Kauf des AppleCare Protection Plan lässt sich der Anspruch auf Service und Support verlängern.“ Das Informationsgebaren Apples genüge damit den gesetzlichen Anforderungen nicht, so der Bundesverband der Verbraucherzentralen ...

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  • EU-Konsumentenschützer mahnen Apple ab

    futurezone.at - 4 Leser - Kritikpunkt ist Apples Werbung für die Zusatzgarantie „AppleCare Protection Plan“. Der Hersteller verschweigt darin, dass Hersteller laut EU-Recht zwei Jahre Gewährleistung bieten müssen. Laut den Verbraucherschützern handelt es sich dabei um bewusste Irreführung. Apple meldet in der Zwischenzeit Rekordverkäufe.

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