Tötet die Emos, wieder einmal geht es um die verdorbene Jugend

Tim Trentham from Austin, USA

Die irakische Regierung unter Regierungschef Maliki sieht es als Erfolg an, die amerikanischen Besatzung aus dem Land vertrieben zu haben. Jetzt geht es um die Ausrottung einer westlich geprägten Jugendbewegung, die als dekadent und nicht mit der Religion vereinbar angesehen wird. Wie die taz heute in ihrer Online-Ausgabe berichtete hat die irakische Regierung “in den letzten Wochen die Eliminierung des „Phänomens der Emo“ angeordnet. Emo ist die Kurzbezeichnung für Emotional Hardcore, ein Musikstil, der seine Wurzeln im Punk hat. Daraus erwuchs im letzten Jahrzehnt eine Jugendkultur, die sich durch ihr androgynes Äußeres ausdrückt. Wie anderswo in der Welt fand die neue Bewegung auch im Irak ihre Anhänger – in der Hauptstadt und in anderen Städten des Landes dürften sich schätzungsweise ein paar Hundert Jugendliche dazu zählen.

Doch seitdem die Regierung Emo ins Visier nahm, hat eine Reihe von ungeklärten Morden eine Schockwelle unter Jugendlichen – aber auch unter Schwulen und säkular gesinnten Irakern – ausgelöst. Wie viele Tote es gegeben hat, liegt im Dunkeln ...

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