Bundesverwaltungsgericht: Bewertung einer schriftlichen Arbeit mit “ungenügend (0 Punkte)” unverhältnismäßig bei bloßer Kontaktaufnahme mit dem Prüfer

Eine sehr interessante und durchaus nachvollziehbare Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts. Das Justizprüfungsamt (Sachsen) ist wohl über das Ziel hinaus geschossen, als es eine Examensklausur auf 0 Punkte herabsetzte, nur weil die Kandidatin den zuständigen Prüfer anrief und sich nach den Gründen für schlechte Bewertung erkundigte.

Hier die vollständige Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts vom heutigen Tage:

Das BVerwG hat entschieden, dass die Kontaktaufnahme einer Kandidatin in der Zweiten Juristischen Staatsprüfung mit dem Prüfer einer von ihr verfassten Examensklausur nicht schon als solche als unzulässiger Versuch einer Beeinflussung des Prüfers sanktioniert werden durfte.

In dem entschiedenen Fall verfehlte die Klägerin aufgrund der Ergebnisse ihrer schriftlichen Prüfungsleistungen die Zulassung zur mündlichen Prüfung und legte hiergegen Widerspruch ein. Sie rief den Prüfer einer ihrer Klausuren an, der vom Landesjustizprüfungsamt wegen ihres Widerspruchs mit einer Überprüfung seiner Benotung beauftragt worden war. Hierbei erbat sie nähere Erläuterungen zu den Gründen der Notenvergabe. Das sächsische Justizprüfungsamt sah hierin einen nach der sächsischen Justizausbildungs- und Prüfungsordnung unzulässigen Beeinflussungsversuch und setzte die Note der Klausur unter Abbruch des Prüfungsverfahrens nachträglich auf “ungenügend (0 Punkte)” herab ...

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