Wieso ich keine Bahncard habe

Bei der Onlinebuchung fragt bahn.de immer brav, ob man nicht unglaublich viel Geld sparen möchte. Mit der Bahncard. Grundsätzlich eine gute Idee. Ich habe nur noch keine Möglichkeit gefunden, die Bahncard beruflich einzusetzen, ohne selbst drauf zu zahlen.

Die Krux liegt darin, dass es bislang keine brauchbare Methode gibt, die Kosten der Bahncard auf diejenigen umzulegen, welche die Reisekosten erstatten. Bei einem Anwalt sind das in erster Linie die Mandanten. Aber auch Gerichte, zum Beispiel nach einem Freispruch.

Andere Anwälte haben schon mal versucht, den Preis der Bahncard anteilig in den jeweiligen Abrechnungen zu berücksichtigen. Problem: Am Anfang des Jahres steht bei den wenigsten Anwälten schon fest, wie oft sie die Bahncard einsetzen werden.

Schlägt der Anwalt also zum Beispiel im Februar in der Reisekostenabrechnung zehn Euro für eine Bahncard 50 (240,00 €) auf, darf er am Jahresende auf höchstens 24 Bahnfahrten kommen, für die er auch zehn Euro aufschlägt. Ab der 25. Reise hätte er den Mandanten aus dem Februar übervorteilt, weil er dann ja schon zehn Euro mehr hätte, als er überhaupt für die Bahncard ausgegeben hat.

Ab dem 25. Ticket nichts mehr zu berechnen, würde auch nicht gegen Ärger wappnen. Dann könnte der Mandant aus dem Februar einwenden, die Kosten seien eben nicht fair umgelegt worden, weil die Mandanten ab Oktober nichts berechnet erhielten.

Außerdem richtet sich die Höhe der Ersparnis ja nach dem Ticketpreis. Streng genommen müsste der Anwalt also sogar ermitteln, wie sich die Ersparnis des Auftraggebers zur Gesamtersparnis für alle Tickets im Jahr darstellt. Die Kosten der Bahncard müssten dann nach dieser Quote errechnet werden ...

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