Wer nicht sehen will, muss fühlen. Eine Kritik der Rede vom multisensorischen Recht (Teil VII)

(Fortsetzung des Beitrags vom 14. März 2012). V. Themen, die für das multisensorische Recht in Anspruch genommen werden

1) Rechtsvisualisierung … 9) Psychosoziale und somatopsychische Praxis

Ein weiteres Feld für die Suche nach multisensorischem Recht hat Brunschwig1 im therapeutischen Umgang sowohl mit den Klienten des Rechtsystems als auch bei der Selbstfindung der Juristen ausgemacht. Mir fehlt hier eine brauchbare Begrifflichkeit. Deshalb verwende ich vorläufig als Überschriften »Client Well-Being« und »Lawyer-Wellness«, wohl wissend, dass ich damit auch falsche Konnotationen wecke.

Client Well-Being

Die Amerikaner sprechen von therapeutischer Jurisprudenz.2 dieser wunderbaren neuen Disziplin. Da gibt es in Florida ein Therapeutic Jurisprudence Center, und es gibt sogar ein International Network on Therapeutic Jurisprudence. Z. B. Neal Feigenson, Audiovisual Communication and Therapeutic Jurisprudence: Cognitive and Socialpsychological Dimensions, International Journal of Law and Psychiatry 33, 2010, S. 336–340. Eine Online Bibliographie zu »Therapeutic Jurisprudence« weist 462 Titel aus. Unter anderem geht es darum, dass die Selbstdarstellung von Opfern in Videoaufnahmen, etwa in den bereits genannten Victim-Impact-Videos, einen Wiedergutmachungseffekt haben soll. Hier würde ich auch Strategien zur »taktil-kinästhetischen« Bewältigung von gefühlsbelasteten Situationen in Rechtsverfahren und zum Umgang mit posttraumatischen Belastungsstörungen (Brunschwig 2011:596) einsortieren.

Therapeutische Jurisprudenz ist wohl eine Teilmenge von Restorative Justice. Als Restorative Justice stehen neben Vorschriften über die Wiedergutmachung vor allem heilende Wirkungen von Mediation und Täter-Opfer-Ausgleich zur Debatte.3 In diesem Sinne hat die EU den Begriff aufgenommen und den Mitgliedsländern ein Restorative-Justice-Programm verordnet ...

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Beyond Text: Music and Dance: Beyond Copyright Text?

How does the law protect and promote the work of those who create innovative forms of music and dance? In this audio slideshow we hear from Principal Investigator Professor Charlotte Waelde who outlines the conclusion of her research along with Professor Philip Schlesinger. They interviewed dancers and musicians to discuss how to copyright their work and thereby earn a living. Also interviewed here are collaborators on the project -- Francis Yeoh (lawyer and dancer) and Tamara Schlesinger (singer /songwriter and director of 6 day riot). At a seminar held in September 2011 they each give their findings and experiences of how copyright works for or fails them.



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