Der Streit um des Hundes Schwanz

Um des Hundes Schwanz (ja ich weiß, dass das Rute heißen muss) ging es in einem am 7.7.2011 entschiedenen Rechtsstreit vor dem Landgericht Paderborn (Urteil vom 7.7.2011 Aktenzeichen 4 O 87/10).

Der Kläger und Züchter von Schäferhunden verlangte von einem Tierarzt Schadensersatz in Höhe von von 15.381,23 €. Der Tierarzt hatte die Schäferhündin an den Ohren und der Rute allein aus kosmetischen Gründen operiert. Der Streit ging vor allem um die Operation an der Rute. Die Rute des operierten Hundes wies nämlich Auffälligkeiten auf, die bereits bei der Mutter der Hündin vorlagen. Der Umfang der Auffälligkeit blieb streitig. Letztlich ging es dem Züchter darum, mit dieser Hündin weiter züchten zu können.

Die Rute des Hundes wurde begradigt, indem ein Keilstück zwischen dem 8. und 9. Schwanzwirbel entfernt wurde. Vor der Operation erfolgte keine Rasur des Operationsgebiets, auf wessen Veranlassung das geschah, war streitig. Der Schwanz wurde verbunden und der Kläger fuhr mit der Hündin wieder nach Hause, 240 km entfernt. Drei Tage nach der Operation erkundigte sich eine Tierarzthelferin telefonisch bei dem Züchter nach dem Zustand der Hündin. Der Züchter meinte, es ehe der Hündin gut und er werde sich wegen eines neuen Termins melden. Fast zwei Wochen später stellte der Züchter die Hündin nochmals in der Praxis des Tierarztes vor. Hierbei wurde eine Entzündung des Operationsgebiets im Rutenbereich festgestellt. außerdem erhielt der Züchter für den Hund ein Antibiotikum. 9 Tage später stellte der Züchter den Hund einem anderen Tierarzt vor Ort vor. Der stellte eine hochgradig infizierte und nekrotische Verletzung der Rute fest ...

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