Muss man den Terrorjägern “den Hintern klopfen”?

Montag Vormittag beginnt in Koblenz ein weiterer Al Qaida-Prozess vor dem Oberlandesgericht. Der Angeklagte Ahmad Sidiqi hatte die deutschen Sicherheitsbehörden im Herbst 2010 in Alarmbereitschaft versetzt – unter anderem aufgrund seiner Angaben zu angeblich drohenden Anschlägen patrouillierten bundesweit schwer bewaffnete Polizisten auf Flughäfen und Bahnsteigen. Auch die Sperrung der Reichstagskuppel für Besucher und die Terrorwarnung des Bundesinnenministers im November 2010 wurden indirekt durch den Angeklagten verursacht. Ab heute steht er vor Gericht. Nicht, weil er etwas erzählt hat, sondern wegen der Dinge, über die er sprach. Es dürfte einer der interessantesten Terrorprozesse seit langer Zeit werden.

Ahmad Sidiqi ist heute 37 Jahre alt und radikalisierte sich nach Überzeugung der Ermittlungsbehörden 2007 in Hamburg. Zusammen mit anderen Islamisten reiste er nach Afghanistan und schloss sich dem Terrornetzwerk Al Qaida an. Dort soll er auf den Terrorführer Scheich Younis getroffen sein, der ihm Anschläge in Deutschland befahl. Doch vor seiner Rückkehr wurde er durch US-Militär interniert. Aus dieser Haft (deren Bedingungen ein Thema für sich sind) soll er deutschen und US-Behörden von den Terrorplänen berichtet haben.

Der Prozess vor dem 1 ...

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